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Chateaubriand

Ich war letzten Freitag mit zwei guten Freunden essen. Das Reaturant voll und die Kellnerinnen ungehalten. Wir wussten nicht so recht wohin, also sind wir mitten im Saal geblieben und haben dan anderen Gästen penetrant auf die Teller gestarrt, damit sie sich möglichst stark getört fühlen und schneller zahlen. Nachdem zwei Serviererinnen sich heftig stritten, ob wir denn auch Anspruch auf einen Tisch hätten haben sich wundersamerweise gleich drei Tische geleert und wir durften uns , trotz einiger ausstehender Reservierungen setzten. Dank an die Serviererin.

Die ganze spätere Zeit wurden wir von der Serviererin bedient, die uns den Tisch verschafft hatte, aber sehr schlecht gelaunt zu sein schien. Wir waren die höflichsten Gäste die es gibt, aber auch als wir das teuerste Gericht auf der Karte bestellen, ein Chateaubriand für drei Personen, war sie nicht zufrieden. Mit ein paar Bieren und einem Vorspeisenteller gegen den ärgsten Hunger warteten wir geduldig auf das Hauptgericht. Keiner von uns wusste was es ein Chateaubriand ist. Das restaurant wurd emir von einigen Kumpels als ein Ort empfohlen in dem man gutes Fleisch essen kann. Kein Wunder, wenn der Laden Metzgercafe heisst. Auf Französich kliingt das natürlich viel besser; Cafe des bouchers.
Wir bekamen ein Stöfchen auf den Tisch gestellt und drauf einen riesigen Servierteller.
Auf einem Gemüsebeet trohnte ein 1,5kg schweres Filletstück in Kräutern eingewickelt und dunkel angebrannt.
Die Serviererin nahm das ganze Stück mit einer geübten schwungvollen Bewegung auf und setzte es auf ein Schneidebrett ab. Mit etwas genervtem Gesichtsausdruck schnitt sie ratz fatz das Fleich in Scheiben, servierte es uns und verschwand.
Die Scheiben auf unseren Tellern dampften und was von aussen schwarz und angebrannt aussah entpuppte sich im Querschnitt als zartrosa Masse, die nach innen hin immer röter und roher wurde. Hört sich relativ ekelig an, auch wir waren skeptisch. Langsam schnitt jeder von uns ein Stückchen Rand ab. Ganz vorsichtig um das rohe Fleisch herumgeschnitten. Dann sahen wir uns gegegseitig an. Mit den Blicken fragten wir uns, ob wir jedeweils nicht gerade 40€ verwurstet hatten. Dann aßen wir das kleine Stückchen.
Die Augen weiteten sich und ich hörte , dass auch die anderen die Luft einsogen, so wie ein Mann, der im Bus flüchtig das Parfum einer schönen Frau einfängt. Das weitere Essen vollzog sich sehr leise. Wer braucht schon Unterhaltung wenn er Chateaubriand hat. Während um uns herum der Restaurantlärm herumwogte saßen wir in einer meditativen Stille, die nur durch gelegendliches Schmatzen unterbrochen wurde. Auch das vermeintlich rohe und unappetitliche Fleisch war so zart das Kauen überflüssig war. Es zerging ganz wörtlich im Munde.
Überflüssig zu sagen, dass wir auch die Kellnerin wieder aufheitern konnten, mit einen riesigen Trinkgeld.
17.4.08 00:43
 


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