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Zeit für Bücher

Hinter diesem unprätentiösen Titel versteckt sich mehr als nur die neueste literarische Errungenschaft mit der ich mich brüsten könnte. Ich finde es gibt eine „Zeit“ für Bücher und eine „ZEIT“ für Bücher. Der Leser möge mir verzeihen aber es wird Licht in meine verqueren Gedanken gebracht werden Die erste Zeit beschreibt den Abschnitt in der Zeit die man sich von anderen Tätigkeiten, auch Nichtstun fällt darunter, freimacht, um zwischen 2 Pappdeckel geschwärzten Zellstoff durchzublättern, um Nährstoff für die eigene Phantasie zu finden, die sich, ob des Bedruckten beschwingt, aufmacht uns eine schöne Selbige zu bereiten.
Die andere ZEIT bezeichnet den Abschnitt im Leben in dem man, in diesem Fall ich, ein bestimmtes Buch in die Hand bekommt. Wer sich jetzt verwundert fragt, das ist doch dasselbe, was ist das für ein Geschwafel, den möchte ich bitten sich zurück vor den Fernseher zu bgegeben. Die nächste reality fängt gleich an und es gibt noch viele pimpbare Dinge.
Wer wie ich Ende 20 ist kann sich vermutlich noch an sein erstes erleuchtendes Buch erinnern. Der erste Geistesblitz des Lebens und was daraus erwachsen kann.
Wieviel Erziehungsarbeit allein „Club der Toten Dichter“* in meiner Generation zunichte gemacht hat ist vermutlich nicht zu beziffern. Warum ich das schreibe? Nun es gibt leider auch eine Falsche ZEIT für Bücher.
Ich bin jetzt vor nicht allzu langer Zeit mit meinem Studium fertig geworden, und habe mich erfolgreich aus dem Studentenschluri befreit. Ich weiss, mehr oder weniger, was ich will und wie ich es erreichen kann. Vor einigen Tagen bin ich nach Hause gefahren um den Osterfrieden in der Familie zu zelebrieren. Das war ironisch.
Ich wollte heute während der Rückfahrt nicht die ganze Zeit am Computer sitzen und arbeiten. Also habe ich mir aus der elterlichen Bibliothek einen Vergilbten Band mitgenommen. Der Name des Autors allein hat mit schon immer imponiert und so wollte ich im Zug die Zeit verbringen.
Ich habe meine ZEIT verbracht.
Lauter seltsame Fragen bohren sich nun in mein Gewissen: Mache ich das richtige? Will ich wirklich meine nächsten Jahre so verbringen. Wen kratzt das den alles? Am besten alles hinschmeissen? Wie zum Geier hat der so gut schreiben gelernt? Die meisten Fragen sind alt. Sie sind alte Bekannte, die mich in schlechten Zeiten treu und konstant begeleitet und meine Selbstzweifel geschürt haben.Ich dachte aber nach meinem Studienende für mindestens einige Jahre gefunden zu haben.
Was ich beschreibe ist, der Literarisch bewanderte Leser wird es vielleicht schon vermuten, der Erstkontakt eines dummen Wissenschaftlers mit dem Meister höchstpersönlich Jean-Paul Sarte.
DU ARSCH HAST MIR MEINE ZEIT RUINIERT!!

*Der Autor teilt die Bewunderung für dieses Buch mit Vorbehalt. Es sei dem Leser aber wärmstens, „Eine Hand voller Sterne“ von Rafik Schami ans Herz gelegt. Auch wenn er/sie nicht mehr 13 ist. Weitere Kandidaten, die der Autor aber zur falschen ZEIT gelesen hat, waren: „Der Steppenwolf“ (Hermann Hesse, zu Spät gelesen) und „On the Road“(Jack Keruack, zu früh gelesen)
24.3.08 22:49
 


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